Dem Abgrund so nah
von Jessica Koch
Taschenbuch: 9,99
Euro Ebook: 3,49 Euro
Vorstellung der Autorin:
Jessica
Koch:
„Bereits 2003 habe ich erstmals die Geschichte über meine
Liebe zu Danny auf Papier gebracht. Ich wollte keine Schriftstellerin
werden. Vielmehr hatte ich den Gedanken, mir die emotionale Last von
der Seele zu schreiben. Es steckte kein ernsthaftes Interesse
dahinter, als ich das mit Schreibmaschine getippte Manuskript an zwei
Publikumsverlage schickte. Umso mehr wunderte mich das
Vertragsangebot: Man wollte meine Geschichte veröffentlichen!
Und
was tat ich? Ich habe abgelehnt! Die Vorstellung, dass alle Welt
meine viel zu persönliche Lebensgeschichte lesen kann, erschreckte
mich so sehr, dass ich das Manuskript den Flammen opferte. Einem
großen Feuer auf dem Gartengrundstück meiner Eltern, dem ich kurz
davor bereits sämtliche gemeinsamen Fotos von Danny und mir in den
Schlund geworfen hatte. Allerdings habe ich es nicht übers Herz
gebracht, seine Fotos zu verbrennen, die nichts mit mir zu tun
hatten. Auch seine Briefe und Gedichte habe ich aufgehoben und alles
sorgfältig in einer Schachtel im Keller verstaut. Im festen
Vorhaben, ein für allemal mit diesem Thema abzuschließen.“
Jahre
später griff sie das Thema erneut auf und Rowohlt sicherte sich die
Rechte für die Danny Trilogie.
Kurzzusammenfassung:
„Ein Buch,
das zu Herzen geht. Ein Buch, das Mut macht.“
10 Jahre alt und
das Leben von Danny gerät aus der Bahn, ein schwerer
Schicksalsschlag lässt die Familie nach Deutschland ziehen und so
beginnt die Hölle. Der Vater ertränkt seine Sorgen in Alkohol und
fällt zurück in alte Verhaltensmuster, von denen er dachte, dass er
sie schon längst abgelegt hatte. Danny ist ihm schutzlos
ausgeliefert, doch er gibt nicht ausd.
Es beginnt ein Kampf um Anerkennung,
Freiheit, Gerechtigkeit – und um die Liebe.
Kurzes
Dankeschön:
Danke an Rowohlt für dieses Buch, welches
überraschenderweise einfach im Postfach lag und danke an Jessica und
die Leute in der Gruppe mit denen ich mich austauschen konnte.
Eigene Meinung:
In diesem Buch widmet sich Jessica Dannys
Kindheit. Ich denke, es ist allseits bekannt, dass dies die
Geschichte von Jessica und Danny ist und das es wirklich passiert
ist, das Buch hat sie geschrieben um alles zu verarbeiten. Ich finde
es wahnsinnig mutig, dass sie sich da ran traut, denn sie beschreibt
hier die sehr intimen Gespräche und was sie sich darunter
vorstellt.
Das Buch ist total gut geschrieben, der Schreibstil ist
hier auch wieder toll. Sie hat genau die richtigen Worte gefunden und
es hat mir manchmal eine Gänsehaut beschert. Ich finde es wie schon
gesagt sehr sehr mutig.
Danny ist in diesem Roman gefangen in
seinem Elternhaus, mit seinem Vater. Jedem ist klar, was dieser
Mensch ihm alles angetan hat. Es ist sehr gut beschrieben und es ist
schockierend, vor allem weil es eine wahre Geschichte ist, das Buch
hat mich zum Nachdenken angeregt und ich kann es jedem empfehlen, die
Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Das Buch spielt in Deutschland und erzählt vom Umzug, aber auch von Dannys erster Liebe. Es erzählt von Freiheit, in Form von einem einfachen Sommercamp aber auch mit Gefangenschaft im eigenen Haus. Wirklich ganz große Klasse.
Fazit:
10 von 10 Sternen.